Tea Time à la Belle Epoque – Veranstaltung am 25.04. in der BLUME.

 

Am 25. April 2026 treten wir in der BLUME. eine kleine Zeitreise an: Bei Tea Time à la Belle Epoque tauchen wir in die Welt um 1900 ein – mit Geschichten, feinen Ritualen und einem klassischen Afternoon Tea. Patrick Schlenker führt uns durch einen Nachmittag, der Atmosphäre und historische Einblicke verbindet. Heute erzählt er uns, worauf wir uns bereits freuen fürfen und was uns erwartet. Tickets gibt es hier.

 

Patrick, die Belle Epoque steht für Eleganz, Aufbruch und neue Lebenslust. Was macht diese Epoche für dich persönlich so faszinierend?

Die Entwicklung von Mode und Gesellschaft in diesen Jahrzehnten ist bemerkenswert. Man spürt den Aufbruch, den technischen Fortschritt, die neue Mobilität, aber auch die Spannungen unter der glänzenden Oberfläche. Als historischer Darsteller unterschiedlicher Epochen interessieren mich immer die Geschichten und Herausforderungen einer Gesellschaft. In der Belle Epoque ist es jedoch besonders gut möglich, an originalen Orten und in historischen Gebäuden ein Stück dieser Welt zu übertragen und realitätsnah zu erleben. Je nach Rolle bewege ich mich als Mitglied der Oberschicht oder auch als weniger privilegierter Zeitgenosse durch diese Szenerie. Gerade dieser Perspektivenwechsel macht die Epoche lebendig.

Baden war um die Jahrhundertwende ein internationaler Treffpunkt. Warum spielte die Stadt damals eine so besondere Rolle? Wieso ist die BLUME. der perfekte Ort für die Veranstaltung am 25. April?

Um 1900 war Baden ein beliebter Kurort von internationalem Rang. Die Thermalquellen zogen schon seit dem 15. Jahrhundert Gäste an, doch in der Belle Epoque entwickelte sich die Stadt zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt mit Hotels, Kursaal, Konzerten und gepflegten Promenaden. Bis zur Belle Epoque reiste man aus Notwendigkeit. Nun aber reiste man zunehmend zum Freizeitvergnügen, Bildung, Erholung oder gesellschaftlichem Anspruch, wenn man es sich leisten konnte. Und so begegneten sich in Baden Industrielle, Künstler, Adelige und das wohlhabende Bürgertum. Man reiste an, um zu kuren, aber ebenso, um gesehen zu werden. Als traditionsreiches Haus mit historischer Substanz trägt die BLUME. die Atmosphäre jener Zeit noch immer in sich.

Tea Time ist in der Tradition weitaus mehr als «einfach Tee trinken». Welche Bedeutung hatten Tee, Rituale und gesellschaftliche Begegnungen in der Belle Epoque? Und wie wirst du das beim Event in der BLUME. zelebrieren?

Die Tea Time war ein gesellschaftliches Ritual. Sie strukturierte den Nachmittag, bot Raum für Begegnung und Austausch und war zugleich Bühne für Stilbewusstsein und Etikette. Porzellan, Gebäck, Kleidung und Gesprächsführung waren Teil der sozialen interaktionen, der Zugehörigkeit signalisierte.
Beim Event in der BLUME. geht es nicht um strenge Regeln, sondern um ein Eintauchen in diese Gepflogenheiten. Ich werde Einblicke in die damaligen Zeit geben, erklären, was hinter bestimmten Gesten oder Abläufen stand in dem man sich für einen Moment in die Zeit um 1900 versetzen kann.

 

 

Die Veranstaltung Tea Time à la Belle Epoque entsteht in Zusammenarbeit mit dem Museum Baden. Was dürfen wir uns unter dieser besonderen Kooperation vorstellen – ohne zu viel vorwegzunehmen?

Die Zusammenarbeit mit dem Museum Baden ermöglicht es, die Tea Time nicht nur atmosphärisch, sondern auch inhaltlich fundiert zu gestalten. Historische Kontexte, lokale Bezüge und Objekte aus der Sammlung fliessen in die Vorbereitung ein. Es geht darum, Badens Rolle in der Belle Epoque sichtbar zu machen und die Veranstaltung in einen grösseren historischen Zusammenhang einzubetten. Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

 

Die BLUME. ist selbst tief in der Geschichte Badens verwurzelt. Warum passt dieses Haus aus deiner Sicht so gut zu einer Tea Time à la Belle Epoque?

Die BLUME. ist kein beliebiger Veranstaltungsort, sondern ein Haus mit gewachsener Geschichte. Gerade das historische Gebäude mit seiner Innengalerie, den Proportionen und den Details in den Räumen trägt diese Stimmung in sich. Dazu kommt die Lage im Bäderquartier, wo Baden um 1900 pulsierte. Man bewegt sich hier nicht in einer Kulisse, sondern an einem Ort, der über Generationen Gäste empfangen hat. Genau das gibt der Tea Time jene Glaubwürdigkeit, die mir wichtig ist.

 

Zum Abschluss: Auf was dürfen sich die Gäste der Veranstaltung ganz besonders freuen? Und worauf freust du dich bereits?

Die Gäste dürfen sich auf einen kurzen Blick in die damaligen Gepflogenheiten freuen, nicht nur zu Tisch, sondern schon beim Ankommen im Foyer. Dazu gehört auch eine passende Begrüssung, wie sie damals vorkam, bis hin zum Handkuss, oder eben nicht. Aber keine Angst, ich werde das Umsetzen danach nicht überwachen (lacht). Es soll eine entspannte Atmosphäre bleiben. Die Benimmratgeber jener Zeit waren genau das, was sie waren: Ratgeber. Keine «Muss Sammlung». Sie sollten den Menschen damals eher helfen, sich in einer schnell verändernden Welt der damaligen Zeit zurechtzufinden.
Ich freue mich auf eine gemeinsame Zeit mit historisch interessierten Teilnehmern, auf Gespräche, Fragen und auf diesen Moment, wenn Geschichte für einen Augenblick wieder greifbar wird.

 

 

Über die BLUME. Baden Hotel & Restaurant
Die BLUME. ist ein einzigartiges und historisches Kleinod im Herzen der Bäderstadt Baden. Die 32 individuell gestalteten Zimmer sind kleine Reminiszenzen, die an die über 600-jährige Geschichte des romantischen Hotels erinnern und Historie mit Moderne harmonisch vereinen. Das Hotel befindet sich in unmittelbarer Nähe des Badener Bahnhofs SBB und des Grand Casino Baden. Die Wellness-Therme FORTYSEVEN° ist nur 120 Meter vom Hotel entfernt.
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