Ein Haus, das seit 1421 ununterbrochen in Betrieb ist, modernisiert man nicht einfach. Man pflegt es. In der BLUME. bedeutet das: jede Veränderung mit Bedacht, jeder Eingriff in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Hier wird nicht abgerissen und neu gebaut – hier wird bewahrt, repariert und behutsam weiterentwickelt. Und genau das ist nachhaltig.
Bewahren statt ersetzen
Seit 1967 steht die BLUME. unter Denkmalschutz. Silvio und Patrik Erne, die das Haus seit 2002 führen, modernisieren und restaurieren ihre BLUME. behutsam in Etappen – stets in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege, ohne das Gesicht des Hauses aus den Augen zu verlieren. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Haltung: Geschichte und Komfort müssen sich nicht ausschliessen.
Wir renovieren Raum für Raum, Jahr für Jahr. Einige Beispiele:
2021: Restaurierung der Decken- und Wandmalereien im Belle-Époque-Saal – er erstrahlt wieder im Originaldekor von 1872.
2022: Renovation der Fassade des ältesten Gebäudeteils zum Kurplatz hin.
2023: neue Heizung mit Wärme-Rückgewinnung aus dem Thermalwasser, behutsame Zimmerumbauten.
2024: Sanierung des historischen Deckengewölbes im Bäderbereich.
2025: Weitere Zimmer erhalten historische Parkettböden.
2026: Erneuerung des Blüemli-Spa – neuer Ruheraum, zweite finnische Sauna, Infrarot-Funktion in der bestehenden Sauna, neuer Therapieraum, neue Garderoben und ein frisch gestalteter Eingangsbereich. Ein bisheriger Seminarraum wird zum multifunktionalen Aufenthaltsraum.
Wo neue Technik nötig ist – etwa eine Klimatisierung der Zimmer und Seminarräume –, wird sie so eingebaut, dass das historische Ambiente unangetastet bleibt. Jede Massnahme erfüllt die strengen Anforderungen der Denkmalpflege.
Das Thermalwasser heizt mit
Das schönste Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit liegt im Boden: Die BLUME. gewinnt Wärme aus dem eigenen Thermalwasser zurück und nutzt sie zum Heizen. 2025 erzeugte die hauseigene Wärmepumpe rund 100’000 kWh Energie – das entspricht etwa 500’000 Kilometern mit einem Elektroauto oder rund 12,5 Erdumrundungen. Was die Römer als heilende Quelle nutzten, wärmt heute das ganze Haus.
Nachhaltig im Alltag
Nachhaltigkeit endet nicht bei der Technik. In der Küche wird auf lokale Produkte und regionale Lieferantinnen und Lieferanten gesetzt, Mülltrennung und Recycling sind selbstverständlich. Und der vielleicht nachhaltigste Gedanke von allen: Ein Gebäude, das man pflegt und weiternutzt, statt es zu ersetzen, schont natürliche Ressourcen wie kaum etwas anderes. Das älteste Haus des Bäderquartiers ist auch eines der zukunftsfähigsten.
20 Minuten von Zürich – und doch eine andere Welt
Die Lage ist ideal: nur rund 20 Minuten von Zürich entfernt und bestens ans Bahnnetz angebunden, direkt im Herzen von Baden. Für Anreisende mit dem Auto stehen in unmittelbarer Nähe rund 100 Parkplätze zur Verfügung. Kurze Wege, klare Abläufe – und nach getaner Arbeit wartet das Haus mit allem auf, was ein gutes Seminar abrundet.
Ein modernes Haus mit Geschichte
600 Jahre Geschichte verpflichten – aber sie lähmen nicht. Die BLUME. zeigt, dass Denkmalschutz und Fortschritt Hand in Hand gehen können, wenn man beides ernst nimmt. Wer hier übernachtet, badet, tagt oder speist, wird Teil einer Geschichte, die sorgsam weitergeschrieben wird. Damit die BLUME. auch in 600 Jahren noch blüht.












